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Schadengutachten

Leider passiert es schneller als man denkt. Jedes Jahr zählt die Statistik rund vier Millionen Unfälle auf Deutschlands Straßen. Ein Schadengutachten nach einem Verkehrsunfall dient der Feststellung der unfallbedingt eingetretenen Schäden am Fahrzeug. Gerade bei der kompletten Beurteilung von Schäden an Fahrzeugen ist es besonders wichtig, mit einem erfahrenen Partner zusammenzuarbeiten. Ihr Fahrzeug kann zu den normalen Bürozeiten in unserer Geschäftsstelle, in einem Reparaturbetrieb oder Autohaus Ihrer Wahl, bei Ihnen zu Hause oder auf Ihrer Arbeitsstelle begutachtet werden. Da die Schadengutachten vor allem als Regulierungsgrundlage dienen, macht sich unser umfassendes Wissen für Sie bezahlt. Wichtig ist hierbei auch, dass das Schadengutachten sowohl schadenfeststellenden wie auch beweissichernden Charakter hat. Unsere Dienstleistungen rund um die Schadenbeurteilung bieten Ihnen die notwendige Sicherheit und Qualität – von der Ermittlung des Reparaturumfangs bis zur Beweissicherung und Dokumentation von Wiederbeschaffungswerten und Wertminderungen. Die Gutachtenerstellung erfolgt mit den neuesten Technologien und mit den modernsten Kommunikationstechniken. Für die Erstellung eines Gutachtens benötigen wir Grundstzlichdie Zulassungsbescheinigung Teil 1, das gegenständliche Fahrzeug sowie den Fahrzeugschlüssel. Um relevante Fragen beantworten zu können ist es von Vorteil, wenn Sie beziehungsweise der Fahrer des Fahrzeuges bei der Besichtigung anwesend sein können. Bei allen Schäden an Ihrem Fahrzeug, stehen Ihnen die Sachverständigen von Drewes & Partner gerne zur Verfügung.

Abschleppkosten

Abschleppkosten nach einem Autounfall gehören grundsätzlich zu den Positionen, die durch den Schädiger beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherung zu erstatten sind. Je nach Entfernung zur „eigenen“ Vertrags- beziehungsweise Vertrauenswerkstatt oder zur nächsten geeigneten Fachwerkstatt.

AKB

AKB ist die Abkürzung für - Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung -. Es handelt sich hierbei um Empfehlungen des Verbandes der Kfz.-Versicherer ohne sogenannte Rechtsnormen. In diesen Bedingungen werden die vertraglichen Rechte und Pflichten zwischen dem Versicherten und der Versicherung festgeschrieben.

Anspruchsteller

Der Anspruchsteller (auch Geschädigter) ist derjenige, der Ansprüche an den Unfallverursacher stellt. Kommt es zu einem Unfall, einer Beschädigung oder Verletzung im Zusammenhang mit einem Fahrzeug, so wird der Geschädigte zum Anspruchsteller. Dieser kann bei einem unverschuldeten Unfall Schadensersatzansprüche gegen den Unfallverursacher beziehungsweise dessen Kfz.- Haftpflichtversicherung geltend machen.

Bagatellschaden

Bagatellschaden ist ein Schaden, der für jeden automobiltechnischen Laien ohne weiteres als sehr geringer Schaden erkennbar ist und somit eine bestimmte Schadenhöhe nicht überschreitet. Die Bagatellschadengrenze ist in der Rechtsprechung uneinheitlich, liegt aber zwischenzeitlich bei ca.: 750,- €. Ist die Schadenshöhe unterhalb dieser Grenze, übernehmen Versicherungen in der Regel den Betrag für die Sachverständigenkosten nicht. Liegt die Schadenhöhe oberhalb dieser Grenze, werden die Sachverständigenkosten in der Regel übernommen. Grundsätzlich sollte man im Grenzbereich eher einen Kostenvoranschlag beziehungsweise eine Reparaturkostenkalkulation erstellen lassen.

Ersatzteilpreisaufschlag

Der Ersatzteilpreisaufschlag bzw. UPE-Aufschlag ist ein Preisaufschlag auf die unverbindliche Preisempfehlung für Ersatzteile des Herstellers. Dieser Aufschlag wird mit Lagerhaltungskosten oder Beschaffungsaufwand begründet. Das Schadengutachten hat den Ersatzteilpreisaufschlag zu berücksichtigen, wenn dieser Aufschlag Regional anfällt.

Fiktive Abrechnung

Als Unfallgeschädigter haben Sie grundsätzlich ein Wahlrecht, ob Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen wollen (konkrete Abrechnung mit einer Reparaturkostenrechnung) oder ob Sie die im Gutachten beziehungsweise Kostenvoranschlag ermittelten Reparaturkosten ausbezahlt haben möchten (fiktive Abrechnung). Übersteigen die Reparaturkosten die Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Restwert, kann die Versicherung auf dieser Basis abrechnen. Eine Besonderheit besteht jedoch bei der fiktiven Abrechnung, die Mehrwertsteuer wird nach der gesetzlichen Regelung nämlich nur dann erstattet, wenn diese konkret angefallen und nachgewiesen ist was naturgemäß bei der fiktiven Abrechnung nicht der Fall ist.

Haftpflichtschaden

Ein Haftpflichtschaden liegt vor, wenn ein Schadensverursacher einem Dritten einen Schaden (Sach-, Personen- und Vermögensschaden) zufügt. In diesem Fall muss der Verursacher beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen.

Opfergrenze 130%

Eine Besonderheit im Schadenersatzrecht ist die sogenannte Opfergrenze oder auch 130 Prozent Regelung. Grundsätzlich ist der Geschädigte verpflichtet die Schadenhöhe so gering wie möglich zu halten. Kommen Sie dieser Pflicht nicht nach, kann der Unfallgegner beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherer den Ausgleich des Schadens teilweise verweigern. Durch die Rechtsprechung gilt hier der Grundsatz, dass die Kosten zu ersetzen sind, die ein wirtschaftlich vernünftig denkender Mensch aufwenden würde wenn er den Schaden selber begleichen müsste. Hat der Geschädigte jedoch ein Integritätsinteresse (ein Interesse des Fahrzeugeigentümers am unbeeinträchtigten Fortbestand seines Eigentums) kann das Fahrzeug 30% über den vom Sachverständigen ermittelten Wiederbeschaffungswert repariert werden. Grundsätzlich ist die Voraussetzung für die Anwendung der 130% Regelung die tatsächliche Reparatur des beschädigten Fahrzeuges. Die Gründe für eine Anwendung können mannigfaltig sein. So kann das beschädigte Fahrzeug ein Geschenk einer für den Geschädigten wichtiger Person gewesen sein, für das Fahrzeug zahlreiche Um- beziehungsweise Anbauteile (Fahrradträger, Winterreifen, Dachgepäckträger usw.) vorhanden sein, der Geschädigte altersbedingt sich nicht mehr an ein anderes Fahrzeug gewöhnen möchte. Bei der Inanspruchnahme der 130% Regelung sind allerdings einige Sachen zu beachten. So kann die Reparatur nur durchgeführt werden, wenn die kalkulierten Reparaturkosten vor Reparaturbeginn unter 130% liegen. Später eventuell von der Werkstatt eingeräumte Rabatte sind hier nicht zu berücksichtigen. Sollte zum Unterschreiten der 130% der Reparaturweg geändert werde, so muss dieser zwingend fach- und sachgerecht sein.

Kaskoschaden

Ein Kaskoschaden ist ein Schaden, den Sie selbst durch einen Unfall an ihrem Fahrzeug verursacht haben sowie Schäden die durch mut- oder böswillige Handlungen durch Dritte verursacht wurden (Vollkaskoversicherung) oder wenn ein versichertes Ereignis der Teilkaskoversicherung eintritt, wie beispielsweise ein Wild-, Brand-, Explosions-, Diebstahl- und Glasbruchschaden oder Natureinflüsse (Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung). In einem solchen Fall haben Sie einen Anspruch auf Schadenersatz, abhängig davon wie weit der abgeschlossene Versicherungsschutz reicht.

Restwert

Der Restwert ist der Wert des beschädigten Fahrzeuges nach dem Schadenereignis. Wir ermitteln diesen Wert über Onlinebörsen auf dem Regionalen Markt. Zu beachten ist bei dem Verkauf des beschädigten Fahrzeuges, dass alle in der Wiederbeschaffungswertermittlung berücksichtigten Bauteile noch an dem verunfallten Fahrzeug verbaut sind. Der Austausch von Fahrzeugteilen gegen minderwertige (Alufelgen gegen Stahlfelgen tauschen oder Navigationssystem ausbauen usw.) führt in der Regel zu Problemen bei der Fahrzeugabholung durch den Restwertaufkäufer. Naturgemäß wird der Restwert bei der Festlegung des Wiederbeschaffungsaufwandes berücksichtigt (Wiederbeschaffungsaufwand ist die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert).

Wertminderung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten der Wertminderung, dem technischen und dem merkantilen Minderwert.

Der aufgrund der modernen Reparaturmethoden zwischenzeitlich kaum noch vorhandene technische Minderwert bezieht sich auf einen Wert der bei einem Fahrzeug trotz fach- und sachgerechter Reparatur verbleibt da das gegenständliche Fahrzeug nicht mehr in den gleichen technischen Zustand versetzt werden konnte den es vor dem Schaden hatte. Der technische Minderwert resultiert aus Reparaturmethoden der 50er und 60er Jahre.
Für den merkantilen Minderwert gibt es mannigfaltige Berechnungsmethoden. Aus unserer Sicht ist der merkantile Minderwert grundsätzlich nicht zu berechnen. Je nach Berücksichtigung der vorhanden Methoden (Ruhkopf / Sahm – Hamburger Modell – Bremer Formel – Halbgewachs – 13er Verkehrsgerichtstag – Dr. Schlund – Heintges – BVSK) sind Abweichungen von bis zu 400% zu erwarten. Leider wird auch heute noch ein Mix aus verschiedenen Berechnungsmethoden bei der Bestimmung des Minderwertes genutzt. Bereits bei oberflächlicher Betrachtung muss man zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass hier kein verwertbarer Wert entstehen kann. Nimmt man eine bestimmte Anzahl von Berechnungsmethoden und addiert diese dann um sie durch die Anzahl der eingesetzten Methoden wiederum zu dividieren, nutzt man praktisch X „falsche“ Werte um aus der Gesamtsumme dann einen „richtigen“ Wert zu erhalten. Anzumerken ist hier grundsätzlich, dass ein Teil der Methoden über 40 Jahre alt sind und auf den damaligen Stand der Reparaturmethoden abgestellt sind. Weiterhin sollte nicht unerwähnt bleiben, dass selbst bei Fahrzeugmodellen des gleichen Herstellers schon aufgrund der Modellausführung, der Motorisierung usw. eine grundsätzlich andere Marktgängigkeit aufzeigen.
Somit liegt die Ermittlung des merkantilen Minderwertes aus unserer Sicht immer einer genauen Marktbeobachtung und einer Zuordnung des Wertverlustes eines Fahrzeuges an dem aufgrund der Offenbarungspflicht das „Odium“ des Unfallfahrzeuges haftet. Vereinfacht ausgedrückt wird ein potenzieller Käufer bei der (theoretischen) Möglichkeit zwei absolut identische Fahrzeuge zu erwerben wobei eines der Fahrzeuge einen fach- und sachgerecht reparierten Unfallschaden erlitten hat immer auf das unfallfreie Fahrzeug zurückgreifen. Um sich für das reparierte Fahrzeug zu entscheiden besteht somit nur die Möglichkeit eines Preisnachlasses. Dieser entspricht dem merkantilen Minderwert und ist wie bereits zuvor beschrieben nicht zu berechnen.